Der Raum der Zusammenkunft (RP)

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Sturmwacht am Mo Okt 06 2008, 21:31

*Sturmwacht fröstelt und zieht die Decke wieder fester um sich.* In bitterster Not hatte sie sich an einen geheimen Bund gewandt. Obwohl sie fürchten musste die "Schwestern des Sturms" in Gefahr zu bringen hatte sie am vorgesehenen Ort ein Schreiben hinterlassen "Wer helfen kann einen Schneider namens Eltarius, einen Menschen, über den Aufenthaltsort von Laendir Klingenwandler, Gildenmeister des Rates der Elfen und mein Gefährte auszuhorchen oder in der Lage ist etwas über die Beziehung der beiden in Erfahrung zu bringen, möge bitte Nachricht an Gilshala Sturmwacht senden." Sie hatte nicht erwartet all zu bald Antwort zu erhalten doch bereits zwei Tage später hatte ein kleiner Zettel an Stelle ihrer Nachricht auf sie gewartet. "Menethil, Mittwoch, zur 7.Stunde". Sie hatte das kleine Pergament zitternd Xaltera gezeigt und sie gebeten auch anderen Gildenmitgliedern Bescheid zu geben für den Fall dass es sich um eine Falle handeln würde. Am Nachmittag des besagten Mittwochs hatte sie sich ein wenig hingelegt, da sie frisch und ausgeruht zum Treffpunkt hatte erscheinen wollen und da war es passiert. Ein schrecklicher Traum... Laendir unter Wasser der die Hand nach ihr ausstreckte. Erschreckend war nicht nur der tiefe Kummer in seinem Gesicht gewesen, auch nicht dass er am Ertrinken war obwohl es ihr das Herz zu zerreissen drohte. Am erschreckendsten war jener immer wieder auftauchende andere Gesichtsausdruck - leer, kalt, böse... es war als entzöge etwas oder jemand ihm seine Seele und abwechselnd griff Laendir ihr geliebter Gefährte und dieses seelenlose Etwas nach ihr. Sie war schreiend erwacht und hatte sich wie im Wahn auf ihr Elekk geschwungen um nach Menethil zu reiten und während sie sich stöhnend auf dem Tier zu halten versuchte waren ihre Kräfte und ihr Verstand zusehens geschwunden. Immer tiefer zog sie etwas an ihrer tätowierten Schulter hin zu jenem Ort unter Wasser, zog an ihrem Körper, ihrem Herzen und ihrer Seele. An ihre Ankunft in Menethil und was dort geschehen war konnte sie sich nicht mehr erinnern. Sie war erst wieder zu sich gekommen als man sie im Gildenhaus von ihrer Rüstung befreit und ihr heissen Tee eingeflöst hatte. *Sturmwacht zittert wieder heftig und muss die Teetasse abstellen* Nun würde sie warten müssen bis ihr jemand über die Geschehnisse in der kleinen Hafenstadt berichten würde, doch hatten Xaltera und Leandir alle ihre Fragen abgeschmettert als sie unisono ein "Ruh du dich erst mal aus!" entgegenhielten und dann den Raum verlassen hatten, nicht ohne sich sorgenvoll und gedankenschwer angesehen zu haben.

[ooc] Was nun, die Geschehnisse in Menethil muss jemand anderer beschreiben.... wer erbarmt sich?

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Gandalf: "White shores ... and beyond . . . a far green country under a swift sunrise."
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Gandalf: "No . . . No, it isn't."

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Ferrunin am Mo Okt 13 2008, 21:31

Ferrunin wendet sich im Raum der Zussamenkunft noch stehend an Sturmwacht, noch nicht einmal seine Taschen hat er abgelegt. ... aber der große Jägerbogen ist immerhin schon in der Lederhülle:

Also Gilshala Sturmwacht - zwei Wochen bin ich durch die mir zugänglichen Teile der Nordmarken gestreift. Es gab viel Verderbnis der Natur, Kälte, dunkle Nächte ... aber keine Spur von Laendir. Ich kann es trotz allen Bemühens nicht besser sagen.

Ferrunin schaut betroffen bei dieser Botschaft drein, die er nicht gern überbringt.

Allerdings war ich nicht bis zu diesem sagenhaften Nordend, von dem alle sprachen. Mit meinen becheidenen Fähigkeiten stehen mir solche Lande nicht offen. Dies lässt uns Hoffnung, denn nicht alle Wälder und Ebenen des Nordens konnte ich überprüfen. Gern stehe ich Euch bei der Suche nach Eurem Gefährten und unserem Gildenmeister mit meinen bescheidenen Kräften weiter zur Verfügung.

Ferrunin verbeugt sich feierlich und tritt dann leise von der traurigen Elfe zurück, der er nur wenig Trost bringen konnte.

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Eloraine am Do Okt 16 2008, 11:05

*Eloraine runzelt die Stirn* Hexenmeister…. Hexenmeister…. *Sie ballt die Faust.* Sie waren das Grundübel, dass den Teufelswald hervorgebracht hatten…. Sie waren Schuld am Tod und ihrem Leiden…. zumindest ist es um einiges leichter so zu denken… *ein freudloses Lachen* Und nun spielte diese „Dämonenbrut“ mit dem Rat und IHR….


Nach Menethil waren sie gerufen worden, um ein Schauspiel mitzuerleben. Eine Inszenierung für den Rat allein, veranstaltet von einer gewissen Sturmnacht, einer Menschenfrau und ihrem Lehrmeister dem „Schneider“… *Eloraine kneift die Augen zusammen* Nur um zu erfahren, dass dieser Schneider, Hexenmeister, Seelenlose schon von jeher mit den Sterblichen gespielt hatte… und auch mit einem der Unsrigen – Laendir… Aber warum hatte er überhaupt soviel Preis gegeben? Das ganze war sicher nur wieder ein Spiel für die beiden. Xaltera hätte mir gestatten sollen gleich dieser Hexerbrut den Gar aus zu machen. Eltarius war die Hauptgefahr, aber in welche Richtung würde sich seine Schülerin entwickeln? Zu vieles das wir nicht wissen. Und nun auch noch Sturmwacht…. Sie war dort zusammengebrochen und Eloraine hatte sie der kundigen Obhut von Xaltera überlassen. Aber Eltarius wollte auch etwas von ihr… Ich war zu ungeduldig… *Eloraine zieht die Brauen zusammen* Sie hatte versucht Sturmnacht zu folgen… ein Übel auszuschalten… aber die Hexenmeisterin hatte wohl keine Lust auf einen Kampf und hatte sich versteckt. So hatte sie nicht mitbekommen, was dort weiter geschah, aber ihr war zu Ohren gekommen, dass Eltarius Sturmwacht „wieder zu Kräften kommen lies“. Zuerst Laendir und nun Sturmwacht…. *Eloraines Gesicht färbt sich rot vor Wut* Dieser „Puppenspieler“ musste aufgehalten werden. Aber zuerst mussten sie mehr herausfinden.


Mhm vielleicht im Teufelswald…. oder in der Scherbenwelt… da war ja die dämonische Plage weit präsenter… Aber was ist nun mit Sturmwacht? Was hat er mit ihr gemacht? Kann man ihr noch trauen? Wir brauchen Verbündete… aber wen? Ach ja, da war ja noch dieser Mensch, dieser Kimareth… ein Paladin… Ein Paladin, der sich mit einer Hexenmeisterin einlässt. Mhm, aber welche Wahl haben wir schon. Wenn der Orden sich gegen Eltarius und seine Brut stellt wäre das zu begrüßen. Eloraine packt Papier und Tinte aus und beginnt zu schreiben.

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Xaltera am Di Okt 21 2008, 16:09

Xaltera machte sich, nachdem sie die Nachricht erhalten hatte, sofort auf den Weg nach Menethil.
Auch Eloraine, Ulunbarsa und Xadane folgten dem Ruf.
Als sie das Gasthaus von Menethil betrat, sah sie die junge Sturmnacht mit ihrem Vormund, dem Paladin Kimareth, an einem Tisch sitzen.
Möglichst weit weg, am anderen Ende der Gaststube, aber nah genug um etwas hören zu können, setzten sich Xaltera, Ulunbarsa und Xadane und versuchten, sich möglichst unauffällig über völlig Belangloses zu unterhalten, während sich Eloraine dank ihrer besonderen Fähigkeiten ganz nah bei den beiden Menschen aufhalten konnte.

Xaltera musterte die junge Sturmnacht und den Paladin ..
er schien sich sehr große Sorgen um sein Mündel zu machen und rügte sie wegen ihres Umgangs, sie allerdings lachte ihn nur aus, es war klar, dass sie ihm schon entwachsen war. Voller Zorn und Hilflosigkeit ging Kimareth auf sein Zimmer.

Und kaum war er fort, erschien Eltarius "der Schneider".
Sturmwacht grüßte ihn sehr ehrerbietig .. bewundernd, fast anbetend .. und nannte ihn "Meister".
Xaltera hatte den Eindruck, dass diese junge Frau dem "Schneider" völlig hörig war.

Zuerst beschwerte sie sich bei ihm über die ständigen Kontrollen durch Kimareth .. aber als Eltarius meinte, er wolle dem einen "Denkzettel" verpassen, schien Sturmnacht doch besorgt und bat ihn, Kimareth nicht weh zu tun ..
Xaltera horchte auf .. ganz verderbt war diese junge Frau also nicht .. sie hatte das Mitgefühl für Andere nicht verloren .. noch nicht.

Bald kam das Gespräch auch auf Laendir .. aber Xaltera war sich nicht sicher, ob nicht alles, was gesagt wurde, speziell für die Ohren der Elfen geredet wurde, denn sie merkte mit Entsetzen, dass der kleine Trupp des Rates doch aufgefallen war.

Nachdem eine Gruppe Menschen in das Gasthaus stürmte und sich wohl dort zu einem Gelage versammelte, gingen Sturmnacht und Eltarius vor die Tore der Stadt Menethil und die Elfengruppe schlich hinterher und platzierte sich im Verstohlenheitsmodus in der Nähe der zwei. Inzwischen kam auch Bumbler dazu.

Sturmnacht fragte Eltarius nun ausführlich über Laendir aus und der gab bereitwillig Auskunft.
Xaltera fragte sich die ganze Zeit, was da inszeniert wurde.
Die Beiden wussten, dass die Elfen da waren ..
wollte Sturmnacht auf diese Weise den Rat informieren ..
oder war es einfach ein "Schauspiel" für die besorgten Elfen ..
Xaltera konnte es nicht einschätzen.

Im Laufe der Unterhaltung kam heraus, dass Eltarius wohl einmal Laendir das Leben gerettet hatte .. "aus einer Schwäche heraus" so drückte er sich aus .. und nun bezeichneten sich beide als "Freunde" ..
und dass Laendir wohl nach Nordend gereist war, um den Geist seiner ersten Gefährtin zu finden, die im Kampf gestorben war und an deren Tod er sich die Schuld gab.
Er wollte wohl all dies bereinigen, um wirklich frei und unbelastet für Sturmwacht zu sein.
Eltarius' Aussagen konnte man entnehmen, dass er an eine glückliche Rückkehr Laendirs nicht glaubte.
Er schien aber auch an der Reise in irgendeiner Form beteiligt gewesen zu sein .. ob er Laendir bestärkt oder sogar unterstützt hatte, konnte Xaltera aber dem Ganzen nicht entnehmen.
Allen zuhörenden Elfen schauderte es bei dem Bericht.

Schließlich wurde die kleine Gruppe direkt von Eltarius und Sturmnacht angesprochen ..
man solle sich zeigen und sagen bzw. fragen, was man wolle.
Einige heftige Gesprächsfetzen gingen hin und her, bis sich Sturmnacht abwandte und ging.

Da kam plötzlich Sturmwacht auf ihrem Elekk angeprescht .. auch sie wollte den "Schneider" befragen ..
sie hatte immer wieder Visionen von Laendir, forderte Erklärungen .. und erntete höhnische Antworten.

Sturmwacht brach zusammen und wurde ohnmächtig.
Xaltera versuchte, sie mit allen ihren Kräften zu heilen, aber erfolglos.
Eltarius bot sich an, zu helfen.
Zuerst wollte Xaltera ihn nicht in die Nähe von Sturmwacht lassen und hüllte diese in einen Schutzschild, aber sie musste erkennen, dass ihre heilenden Kräfte hier den Dienst versagten.
So ließ sie Eltarius doch hinzu.

Er machte sich sogleich an der Tätowierung Sturmwachts zu schaffen .. beide, Sturmwacht und Laendir hatte ja die gleiche Tätowierung und waren daurch miteinander verbunden.
Eltarius sagte, um das Leben zu retten, müsse er die Tätowierung versiegeln .. und das tat er auch.

Das Leben von Sturmwacht war gerettet .. aber die innere Verbindung zu Laendir war abgebrochen.
Sie war weiter schwach und wurde immer wieder ohnmächtig .. auch schien sie mit Eltarius' Aktion nicht einverstanden zu sein ..
Xaltera hatte den Eindruck, Sturmwacht wäre lieber gestorben, als den Kontakt zu ihrem Liebsten zu verlieren.

Die Elfen transportierten sie vorsichtig nach Darnassus wo sie im Gildenhaus von den Elune-Priesterinnen betreut und gepflegt werden konnte.
Aber bis heute hat Sturmwacht sich nicht nenneswert erholt und Xaltera macht sich große Sorgen.

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Xadane bekommt einen Brief

Beitrag  Xadane am Di Nov 18 2008, 10:34

Xadane räkelte sich genüsslich in einem bequemen Sessel vor dem lustig flackernden Feuer im Gildenhaus. Einerseits war es schön hier Zeit zu verbringen, aber allmählich rührte sich wieder ihr Hang zum Abenteuer und sie begann sich nach Abwechslung zu sehnen. Stirnrunzelnd blickte sie auf, als Minoka hereigestürmt kam... Kinder... immer rennen!
"Xadane, Xadane!" schrie diese, "Hier ist ein Brief für Euch!" Überrascht und erfreut nahm sie das ein wenig zerknitterte Pergament entgegen und warf einen Blick auf den Absender.
"Wer schreibt dir denn, ich kanns noch nicht lesen!" Xadane schaute in Minokas aufgeregtes, atemloses Gesicht. "So wie der Brief ausschaut, kommt er von weither, bitte bitte, ich wills wissen!" Xadane musste lachen.
"Der kommt von Zandru, einem alten Freund von mir... aber erzähls nicht rum, Hexenmeister sind bei uns in der Gilde im Moment nicht gerade gerne gesehen!" Minoka platzte fast vor lauter Stolz und Wichtigkeit, ein Geheimnis zu haben, "Natürlich sag ich es keinem, Nachtelfenehrenwort!" versprach sie.
"Dafür bin ich Dir dankbar, Kleine", meinte sie, "aber jetzt lass mich meinen Brief bitte lesen." "Klar, das versteh ich- aber" -ein spitzbübisches Grinsen flog über das kleine Gesicht- "dafür seid ihr mir eine Geschichte schuldig!" Xadane nickte und schaute der Kleinen zu, wie sie fröhlich hinaushüpfte.
Dann faltete sie das Pergament auseinander.

"Meine liebe Freundin" las sie da, "es ist lange her, dass ich in Darnassus bei Euch verweilte. Bei dieser Gelegenheit erzähltet ihr mir von einem verschwundenen Gildenmitglied eurerseits, Laendir mit Namen. Es hiess, er sei in einem unbekannten Land namens `Nordend`verschollen. Nun gelang es mir, dieses Land ausfindig zu machen und weile derzeit dort. Es ist faszinierend... gefährlich, schön und sehr kalt. Ihr müsst es irgendwann einmal besuchen, Xamiri würde sich wohlfühlen. Aber ich schweife ab. Ich sass in der Valianzfest bei einer heissen Robbenmilch, als am Nebentisch der Name Laendir fiel. Das Gespräch verfolgend und vernahm ich, dass sich ein gewisser Laendir hier zu einer Ausbildung als Todesritter gemeldet hatte. Auf meine daraufhin folgenden Fragen erfuhr ich allerdings lediglich, dass er große Fortschritte mache, es ihm gutginge aber seinen genauen Aufenthaltsort wussten die dort auch nicht. Ich hoffe, dass meine Nachricht Eure bedrückenden Sorge ein wenig lindern kann und vielleicht schickt ihr jemanden her, aber wählt nur die Erfahrensten Eurer Gemeinschaft aus... Das Schiff legt im Hafen von Sturmwind ab. Ich werde ebenfalls meine Ohren offen halten und Euch benachrichtigen, wenn mir neue Erkenntnisse zuteil werden. Ich hoffe Euch bald einmal wieder besuchen zu können, streichelt Xamiri von mir und unterrichtet mich von den Fortschritten eures Xardas. Ihr begleitet mich stets in meinen Gedanken, Zandru."

Xadane wurde es warm ums Herz und sie lächelte still in sich hinein. "Was grinst du so, Xadane?" wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Natürlich, das kleine Monster von Minoka war nicht weit weggangen, sondern hatte hinter der nächste Ecke gelauert, bis sie ausgelesen hatte, in der Hoffnung auf ihre Geschichte. "Krieg ich nun meine Geschichte?"

Xadane überlegte kurz. Den Inhalt des Briefes würde sie gewiss nicht der Kleinen mitteilen, sondern erst einmal mit Xaltera und den anderen besprechen.
"Nun, Minoka, habe ich dir schon erzählt, wie ich Xamiri gefangen habe? Nun, das war so..."
Sie begann die Geschichte zu erzählen, wie sie als kleine Elfe einen Frostsäbler statt des üblichen Nachtsäblers haben wollte, den Bruch mit ihren Eltern deshalb und die gefahrvolle Reise durch das Sumpfland zu den Toren von Eisenschmiede, wo diese Tiere beheimatet waren.Dort hatte sie dann ihre Gnomenfreundin Fizzlipuzzli und ihren Opa Abrici kennengelernt und viel Zeit bei ihnen verbracht.
Xadanes Gedanken schweiften ab. Fizz hatte Lewrim kennen- und liebengelernt und dieser Verbindung hatte sie ihre Aufnahme in den Rat der Elfen zu verdanken. Als Lewrim dann sang- und klanglos in den Wäldern verduftet war, hatte es der kleinen Gnomin schier das Herz gebrochen und sie war seitdem in schier selbstmörderischen Absichten in der Scherbenwelt unterwegs... Auch sie fand das Ganze reichlich schwach von Lewrim, Aber Fizz hatte das nicht verdient.
Minoka war inzwischen vor den Kamin eingeschlafen und Xadane ging leise hinaus, um sich mit den anderen zu beraten.

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Laendir am Fr Nov 28 2008, 18:28

Die Türen der Halle des Rates öffnet sich und ein Nachtelf tritt ein. Er trägt eine schwarze Plattenrüstung und einen Wappenrock der einst die Farben des Rates mit Stolz zeigte, doch nun in Streifen und nur noch ein Hauch der Erinnerung der Farben präsentiert. Sein Schritt ist fest, und voller Kraft. Sein Gesicht ausdruckslos, und sein Blick suchend. Kaum 2 Schritte nach dem Eintreten bleibt er stehen. Die steinerne Miene wird durch Fragen in seinem Geist gebrochen und starke Verwirrung zeigt sich. Er kneift seine Augen zusammen, fast als wollte er genauer sehen was um ihn ist, doch wer ihn genau betrachtet sieht, dass sein Blick nach Innen gerichtet ist.
War ich hier schon mal? Kenne ich das hier?
Sein Blick wandert über die Inneneinrichtung zur Treppe die nach oben führt. Und einen Moment scheint es, als sei er vom Blitz getroffen. Einen Moment der Klarheit zeigt sein zerfurchtes Gesicht, doch dieser verschwindet ebenso schnell wie er erschien. Den Kopf schüttelnd macht er einen weiteren Schritt, seine rechte Hand streicht unbewußt über die offene Tür. Seine Linke fährt zum Kopf, und es scheint als habe er Schmerzen, doch kein Laut kommt über seine Lippen. Und der 4te Schritt liegt nun hinter ihm. Doch werden seine Schritte schwerer, denn leichter. Es ist als würde jeder einzelne Schritt immer mehr und mehr an Überwindung kosten. Der fünfte Schritt bringt ihn Nahe zur Treppe. Seine Hand greift von seinen Kopf an das Geländer und wieder scheint die Berührung ihm Schmerzen zu bereiten. Seine blassen Finger greifen fest in das Holz, welches ein leises Knacken hören läßt.
Nichts was die Druiden nicht...
Er hält inne und schaut auf. Sein Gesicht ist nun fragend. Er dreht sich um, und läßt seinen Blick noch einmal durch den großen Saal wandern.
Was dachte ich gerade? Wer kann was?
Wieder schüttelt er den Kopf und greift in seine Tasche. Er holt den Zettel hinaus, auf dem in elfischen Lettern nur "Der Raum die Treppe hinauf. Du wirst es dann schon wissen" steht. Er knüllt den Zettel wieder in die Tasche aus welcher er ihn holte und beginnt die Treppe hinaufzusteigen. Das Metall seiner Rüstung scheppert leide mit jedem Schritt und seine Schwerter streifen die Wand. Schritt für Schritt nähert er sich seinem Unbekannten Ziel. Sein Blick hebt sich, als er das Ende der Treppe überblicken kann. Eine große Doppeltür ist direkt vor ihm. Auf ihr prangt das Zeichen des Rates.
Das wird wohl mein Ziel sein. Wer auch immer diese Nachricht schrieb wollte mich wohl hier haben.
Er hält aprupt inne. Sein Blick wandert jetzt von rechts nach links, und auch die Decke betrachtet er zweifelnd. Dann lauscht er noch einmal, ob sich unten etwas oder jemand regt, doch es scheint alles friedlich.
Hmm, ein Hinterhalt wird es nicht sein.
Er tritt zur Tür und öffnet sie. Wieder trifft ihn ein Blitz an Erinnerungen. Er will sie greifen, doch kann keinen in seinem Verstand halten, nur einige Bilder sind geblieben. Ein Glas Rotwein. Ein Fenster. Aber nichts genaues. Seine Recht Hand schlägt frustriert auf die Tür ein, doch auch das bringt keine neuen Bilder, oder sind es alte? Machtlos sich der Situation ergebend tritt er ein. Das Inventar scheint vertraut, doch alles was er zu kennen scheint ist wie hinter einer Tür in seinem Kopf verschloßen. Dort sind Divane, Sessel, eine Couch, Regale voller Bücher und... ein Fenster, vor dem ein Stuhl steht.
Das Fenster!Das kenne ich.
Er tritt an das Fenster heran und läßt seinen Blick hinaus wandern. Der Tempel der Elune ist das klare Zentrum dieses Ausblicks. Und er spürt wie seine Hand sich zornig zu einer Faust schließt. Voller Überraschung schaut er auf seine Hand.
Warum bin ich wütend? Ist es der Tempel? Warum sollte mich der Tempel wütend machen? Es sind doch die Priesterinnen die unser Volk...
Und wieder weigern sich die Erinnerungen in seinem Kopf zu Ende gedacht zu werden.
Was ist mit den Priesterinnen? Was machen sie?
Seine Rüstung klappert, als er anfängt vor Wut zu zittern.
Es kann doch nicht sein, dass ich nichts mehr weiß... oder ist das einfach nicht MEIN Leben? Sollte ich überhaupt hier sein?
Das Zittern wird einen Moment stärker, bis es plötzlich aufhört. Er schüttelt den Kopf und seine Haare streifen über das Metall, welches seinen Rücken bedeckt.
Reiß dich zusammen Krieger! Diese Schwäche ist nicht dein. Alles was du bist, alles was du hast ist Diziplin. Wenn deine Emotionen über dich siegen bist du verloren. Sieg dem Starken. Die Schwachen werden unterliegen.
Diese Worte formten sich ohne sein zutun in seinem Geist. Und es kam Ruhe über ihn. Sein Kopf war frei von Zweifeln und er fühlte wie seine Kraft zurückkehrte.
Ja ich bin ein Krieger und ob für oder gegen den LichKönig. Ich werde zeigen was es heißt diese Ausbildung erfahren zu haben. So, wo finde ich die Aufzeichnugen über diesen Rat? Ich denke im Erdgeschoß. Da wird auch was über diesen Laendir stehen... über mich stehen.
Er straffte sich und drehte sich vom Fenster weg. Sein Schritt war wieder fest und kraftvoll, als er den Raum verlies und die Stufen die ihn so viel Kraft zum erklimmen gekostet hatten wieder hinab stieg. Sein Weg führt ihn ins Archiv, wo er seine Suche fortsetzt.
Aber warum bin ich wütend auf den Tempel?

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Ferrunin am Mo Jan 12 2009, 00:30

Ferrunin kehrt in die Ratshalle zurück. Er ist durchfroren von der Winterkälte. Schlimme Tage draußen. ...aber wenigstens habe ich frisches Wild mitgebracht. Das Feuer in der Gildenhalle ist fast erkaltet. Ein neuer Scheit sollte es wieder anwärmen. Ruhig ist es hier geworden denkt der Jäger. Die einen sind ins Mondlicht gezogen, die anderen kämpfen schwer in der geborstenen Welt. ... und ich bin viel zu oft in den Wäldern fernab von hier.
Nachdem er seine Last abgeladen hat geht Ferrunin zielstrebig zu einer der Kammern, in denen die Ratsmitglieder ruhen können. Er schaut vorsichtig hinein und sieht das gleiche Bild wie so oft die letzten Wochen. Seine Ulunbarsa mit der er nur so wenig Zeit verbringen konnte liegt immer noch leblos auf Ihrer Liege. Die Kunst aller Priester und Druiden hat versagt. Das Gilft der Spinnen kreist immer noch in ihrem KörperIch bin sicher dass sie eines Tages wieder mit mir durch das Eschental ziehen wird. Die wenigen Stunden die wir hatten dürfen einfach nicht die letzten gewesen sein
Mit vorsichtiger Bewegung richtet der Jäger die Decke über der schlanken Elfin neu und verweilt noch lange in Gedanken versunken in dem kleinen Raum. Wenn ich nur helfen könnte, sie wieder zu erwecken, doch das kann wohl nur noch der Geist unseres Cenarius!


ooc Viel Erfolg bei den Versuchen mit einer PC-Rettung oder neuen Beschaffung wenn es so weit ist!

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Lewrim am Do Jan 15 2009, 12:18

Ein leiser Windhauch trieb die kalte Nachtluft an der hohen Mauer entlang und hinein in eines der offenstehenden Fenster. Ein welkes Blatt, dessen Sturz aus der schwindelnden Höhe der nahestehenden Esche durch den Fenstersims aufgehalten worden war, wurde vom Nachtwind erfasst und in das dunkle Innere des dahinterliegenden Raumes geweht. Sanft und mit einem kaum wahrnehmbaren leisen Knistern berührte es den Dielenboden.

Doch so leise der Laut, so winzig die Bewegung des Blattes auch gewesen war, beides war den Sinnen des Nachtelfen nicht entgangen, der trotz seiner Größe fast unsichtbar in einem der Sessel saß, die hier an mehrere Tische verteilt standen. Seine Augen waren fast gänzlich geschlossen, so dass das gelbliche Leuchten in ihnen kaum zu sehen war. Sein weißer Bart war offenbar seit längerem nicht gestutzt, das Gesicht fast verborgen unter der Kapuze seines schmutzig-braunen Umhangs, der seine offenbar sehr schlanke Gestalt bis hinunter zu den Stiefeln umhüllte. Er rührte sich nicht, hatte schon seit Stunden so dagesessen, in der stillen kalten Mondnacht, die Sinne geschärft aus alter Gewohnheit, doch auch tief in Gedanken versunken, Erinnerungen nachhängend.

Die Bewegung des kleinen Blattes brachte ihn zurück in die Gegenwart, löste ihn aus der Umklammerung der Erinnerungen und ließ ihn die Augen öffnen. Sein Blick schweifte durch das große Zimmer, das er aus früheren, glücklicheren Tagen so gut kannte. Oft hatte er hier gesessen, allein oder mit den Freunden aus dem RAT. Viele gute Gespräche und manchen Scherz hatten diese Wände gehört. Hier waren Pläne geschmiedet, von Erfolg und Niederlag berichtet, Feste gefeiert und Verluste betrauert worden. Und auch wenn er selbst eher die Freiheit unter weitem Himmel der bedachten Enge von Häusern und Hallen vorzog, hier war er immer gern gewesen.

So war es nur Recht, dass er auch jetzt hier war.

Vor drei Monden war er zurückgekehrt. Niemand hatte ihn erkannt. Er hatte es so gewollt. Das heißt, eigentlich hatte er sich seine Rückkehr damals, als er den RAT verließ, ganz anders vorgestellt. Doch wie so oft in seinem Leben war es ganz anders gekommen, als er es sich je hätte vorstellen können oder wollen.

Damals war er voller Zuversicht gewesen. Er hatte sich auf Reisen begeben, um all das zu lernen, was er noch nicht wusste über diese Welt. Und viel hatte er erlebt, noch mehr gelernt. Er hatte das Entstehen neuer Völker und die Entdeckung neuer Kontinente erlebt. Er war an Orten gewesen und hatte Ungeheuer bekämpft, von denen er sich niemals hätte träumen lassen. Schätze ungeheurer Größe und Elend unendlichen Ausmaßes hatten seinen Weg gestreift, Feinde mit schrecklicher Macht und Freunde mit aufopfernder Treue seine Tage begleitet. Eine harte und schöne Zeit. Eine Zeit des Lernens.

Bis zu jenem Tag.

Heute wusste er, dass er es hatte kommen sehen. Sein Gespür hatte ihn gewarnt. Aber er hatte es nicht wahrnehmen wollen. Hatte es an die Seite gedrängt und immer, wenn es zu arg wurde, mit schmerzhaftem Grinsen über sein „altes Kriegsleiden“ gelacht. Doch dann erwischte es ihn. So, wie es schlimmer kaum sein konnte: Inmitten eines Kampfes.

Sie waren zu fünft gewesen als eine Horde Orks sie überfiel, kaum dass sie Ihr Lager errichtet hatten. Viele waren es gewesen. Sehr viele. Aber seine Gefährten waren nicht nur tapfer, sondern auch stark und diszipliniert. Tier, seine kampferprobte Großkatze, hielt ihm mehr als einmal den Rücken frei und es schien schon, als würde der Kampf sich zu ihren Gunsten wenden, als der Anfall ihn zu Boden warf. Hilflos und den Mund in stumm schreiendem Schmerz weit aufgerissen, krümmte er sich am Boden, unfähig irgendetwas anderes wahrzunehmen, als diesen nie enden wollenden Schmerz in seinem Innern.

Tier spürte sofort, dass etwas mit ihm nicht stimmte und verteidigte sein Leben wie noch nie zuvor. Die Freunde sahen ihn fallen und verdoppelten ihre Anstrengungen, so dass es ihnen schließlich doch gemeinsam gelang, die Orks in die Flucht zu schlagen.

Trotz vieler Wunden, scharten sich alle sofort um ihn. Er nahm sie nur wie durch einen roten Nebel war. Zu groß war der Schmerz. Verkrümmt und unfähig mehr zu tun, als die wahnsinnige Pein in sich zu spüren, lag er am Boden, bis schließlich, nach unendlich langen Augenblicken, der Schmerz ihm genug Luft ließ, um zu schreien. Der Schrei war so entsetzlich, dass selbst die Freunde zurückwichen. Nur Tier verharrte unbeweglich an seiner Seite.

Dann kam die Stille. Schwärze umfing ihn gnädig und machte der Qual ein Ende. Vorläufig. Die Freunde trugen ihn ins Lager und versorgten erst seine, dann ihre eigenen Wunden. Tier wich keinen Augenblick von ihm und leckte seine Wunden neben seiner Lagerstatt.

Drei Tage und zwei Nächte lag er wie ein Toter dort, regungslos und kaum atmend. Als er schließlich erwachte, war die Qual zu einem brennenden Pochen gelindert, dass seinen ganzen Leib durchpulste. Schmerzlich aber erträglich und ganz und gar nicht mit dem vergleichbar, was ihn zuvor so vernichtend getroffen und niedergeworfen hatte.

Die Sorge und Pflege seiner Freunde halfen ihm, sich bald zu erholen. Er sagte ihnen nichts über den Schmerz in seinem Innern, der an- und abschwoll und ihn oft genug zwang, die Zähne aufeinanderzupressen und stumm auf ein Abklingen zu warten. So dauerte es nur wenige Tage, bis sie Ihren Weg fortsetzten und auch, wenn ihn noch bisweilen besorgte Blicke seiner Gefährten trafen, ließ er sie doch in dem Glauben, dass alles wieder sei wie zuvor.

Doch das war es nicht. Und er wusste es. Jetzt konnte er sich nicht mehr selbst belügen und den Feind in sich verneinen. Er wusste mit aller Klarheit, dass nun sein letzter Kampf begonnen, sein letzter Feind das Schlachtfeld betreten hatte. Und er spürte auch, dass er diesen Kampf nicht würde gewinnen können, dass am Ende nicht Sieg, Ehre und Ruhm standen, sondern der Tod auf ihn wartete. Nicht, dass ihn das schreckte. Er hatte dem Tod mehr als einmal ins Auge geblickt und gelacht. Doch die Gewissheit, einen Kampf ausfechten zu müssen, der, je länger er dauerte, nur umso schmerzhafter und aussichtsloser werden würde, erschreckte ihn.

Vielleicht war es das, was ihn letztlich hierher zurückgeführt hatte. Hierher, an den Ort so glücklicher Zeiten. Doch war er lange fort gewesen. Vieles hatte sich geändert. Das wusste er jetzt. Nicht nur er selbst war ein anderer – und schon gar nicht der, welcher er bei seiner Rückkehr zu sein gehofft, ja: Erwartet hatte -, nein, auch der RAT hatte sich geändert.

Auf seinen Reisen hatte er immer wieder Kunde vom RAT erhalten, hatte viele von der Gemeinschaft der Elfen sprechen hören, hatte sich selbst oft danach erkundigt. So wusste er, dass sein alter Freund Laendir den RAT offenbar nicht mehr führte und dass Sturmwacht, die wirbelige, rührige und starke Nachtelfe, welche nach Laendir die Geschicke des RATES mit so kluger und fester Hand geleitet hatte, den RAT gar verlassen hatte.

So kehrte er denn im Verborgenen heim. Unerkannt und sein Äußeres unter abgewetzter, alter Kleidung und gebeugter Haltung verbergend, wandte er sich an Harriet, die rotgesichtige Hüterin des Gästehauses und fragte um Obdach und Arbeit nach. Wie nicht anders zu erwarten bracht ihn die rührige Haushälterin in einer der Kammern ihres kleinen Reiches, in welchem sie die unbestrittene Herrin war, unter. Schnell erkannte sie seine Geschicklichkeit mit den mechanischen Einrichtungen auf dem Grünsprossenhof und wies ihn in gewohnt bestimmter Manier an, sich zukünftig darum zu kümmern, wolle er denn weiterhin ihr die Haare vom Kopfe essen und in dem unverdient weichen Lager schlafen.

Er war’s zufrieden und so lebte er unerkannt wieder dort, wo, wie er fühlte, letztlich seine Wurzeln waren. Täglich kümmerte er sich um Zielgeräte, Waffen, Übungspuppen und Rüstungen, hielt seine Kammer sauber und aß zusammen mit dem Gesinde in der großen Küche des Gildenhauses. Bald schon gehörte er dazu, wie wenn er denn schon immer dagewesen wäre. Fragen wich er aus und schließlich unterblieben sie einfach. Wenn die Schmerzen kamen, verkroch er sich so gut er konnte und es gelang ihm halbwegs, die anderen um ihn herum nichts davon merken zu lassen.

Aufmerksam verfolgte er, was im RAT vor sich ging. Und so entging ihm nicht, dass der Wind der Erneuerung langsam aber stetig an Kraft gewann und bald schon mit kräftigem Wehen Altes ausfegen und Neues hereinwehen würde. Über seine Rolle dabei machte er sich nicht lang Gedanken: Er würde dem Neuen nicht dienen, nicht einmal an ihm teilhaben können. Er selbst war schon fast zu sehr ein Symbol des Alten. Die Gilde hatte ihm über all die Zeit die Treue gehalten. Er hatte ihr nichts dafür zurückgegeben und nun war es zu spät. Seine Zeit war bemessen, der Baum seines Lebens trug nur noch wenige Blätter.

So genoss er diese Tage im Gildenhaus, diese guten, stillen letzten Momente, die ihm so viel Kraft und Ruhe schenkten. Er schaute den jungen Nachtelfen zu, wie sie auf dem Hof übten und miteinander schwatzten. Er sah Xaltera – bei Elune, was für eine beeindruckende Priesterin war aus der schüchternen Nachtelfe geworden, die sich so gern in Höhlen verlief! – im Gespräch mit der zarten, immer über etwas nachzudenken scheinenden Rabenlied das hohe Tor zur Gildenhalle durchschreiten. Und er sah Xadane, deren Grazie und kämpferische Geschmeidigkeit wohl noch an Ausstrahlung gewonnen hatten und ihn an eine Zeit gemahnten, da sie gemeinsam durch viele Abenteuer gezogen waren. Zärtlich streichelte sie Ihre Xamiri. Bahir sah er und einmal vermeinte er sogar, Eloraine erspäht zu haben.

Nachts, wenn er wusste, dass niemand ihn bemerkte, schlich er ins Gildenhaus und atmete diesen ganz eigenen Duft, den diese Hallen ausströmten. Seine Finger berührten Gegenstände, von denen ein jeder Bilder in ihm erweckte und gar mancher auf seine alten und nun eingefallenen Züge ein sanftes Lächeln zauberte. Fast immer endeten diese nächtlichen Besuche hier, im Raum der Zusammenkunft. Er saß dann in Stille und Dunkelheit und ließ die Gedanken schweifen.

So nun auch in dieser Nacht. Dieser letzten Nacht.

Am Nachmittag hatte er ein paar Befestigungen an den Zielscheiben erneuert und sich dabei mit ganzer Kraft in den Hebel stemmen müssen, der sie aus ihren Halterungen löste. Dabei hatte er einen plötzlichen scharfen Schmerz im Leib gespürt, wie wenn etwas in ihm zerbrochen wäre. Seitdem waren die Schmerzen beständig heftiger geworden und erst nach Sonnenuntergang allmählich einem fortschreitenden Brenne gewichen, das mittlerweile fast seinen ganzen Körper erfasst hatte.

So war er denn in seine Kammer gegangen und hatte sich von Kopf bis Fuß gründlich gewaschen und die Haare wieder zu den schlohweißen langen Zöpfen geflochten, an welchen er früher schon von Ferne erkennbar gewesen war. Dann hatte er das Bündel in seiner Kammer aufgeschnürt, welches dort seit seiner Ankunft gut verstaut gelegen hatte. Er entnahm ihm seine alte Rüstung und legte sie an. Darüber zog er den Wappenrock seiner Gilde. Stolz und liebevoll glitten seine Finger über den lindgrünen Stoff. Seine Gilde, dachte er. DER RAT DER ELFEN. Ein gutes Gefühl. Er legte seine Waffen an und warf schließlich den alten Umhang über, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Noch einmal war er über den Grünsprossenhof gegangen. Die Nacht war mondhell und sternenklar. Sein Blick glitt über den Hof, an welchem, sein Herz hier immer besonders gehangen hatte und wo, wie er hoffte, vielleicht ein kleiner Teil von ihm immer spürbar sein würde. Sollte er als Geist jemals durch Azeroth wandeln müssen, so würde er hierher kommen, bis die Zeit selbst zu Ende ginge.

Vom Grünsprossenhof aus lenkte er seine Schritte in die Gildenhalle. Langsam durchstreifte er jeden Raum dort, sog den Geist des RATES noch einmal tief in sich ein. Im Wohntrakt an der Türe Xalteras blieb er stehen. Er hatte einen Brief mitgebracht. Er enthielt nur wenige Zeilen:
„Werte Freundin Xaltera,
nehmt den Gruß eines alten Jägers und gebt ihn weiter an alle Gefährten im RAT DER ELFEN. Nehmt seinen Dank für Treue und Ehre, die ihr alle ihm erwiesen habt. Und vergebt ihm, dass nun, da ein anderes Reich seiner harrt, er nicht mehr die Kraft findet, Euch selbst Lebewohl zu sagen. Was immer die Zukunft auch bringen mag, der RAT wird es überstehen.
Mit höchster Verehrung und größtem Respekt
Lewrim Erzschatten“
Er schob den Umschlag geräuschlos unter ihrer Tür hindurch, verließ den Wohntrakt und ging in den Raum der Zusammenkunft. Er ignorierte das Brennen in seinem Körper, setzte sich und wieder glitten seine Gedanken zurück in die Vergangenheit. Bis zu jenem Moment, als das kleine welke Blatt ihn wieder in die Gegenwart zurückholte.

„Das letzte Blatt“, murmelte er leise und stand langsam auf.

Er ging hinüber an die Wand, an welcher der mächtige alte Bogen hing, an dem das kleine blaue Stück Tuch einst von ihm befestigt worden war. Zum ersten Mal konnte er es betrachten, ohne dass ihm Tränen in die sonst so harten Augen traten. Zum ersten Mal konnte er lächeln, denn dieser Schmerz würde nun bald vorbei sein, ebenso wie alle anderen Schmerzen. Leise murmelte er einen Namen, der nur ihm allein gehörte, den er mit sich nehmen würde, dorthin, wohin sein Weg nun führte, dem er dort wieder begegnen würde.

Er nahm das Tuch, faltete es sorgsam und steckte es unter sein Wams, direkt über dem Herzen. Dann zog er ein kleines Federmesser aus der Tasche, trat an das vom Vollmond hell erleuchtete Fenster und mit von langer Übung geschickten Händen schnitze er die Worte „FÜR DEN RAT – Lewrim – Waffenmeister –“ in den Schaft. Dann legte er die Waffe auf den Tisch neben dem Fenster, beseitigte die Späne auf der Fensterbank und verließ das Zimmer.

Als er vor das Tor der Gildenhalle trat atmete er tief die kalte Nachtluft ein. Tier erhob sich aus dem Schatten neben den Stufen und schmiegte sich wie immer eng an seine Seite. Zärtlich kraulte er die mächtige Katze zwischen den Ohren, wie er es immer getan hatte.

„Zeit zu gehen, mein Freund“, sagte er zu ihm und gemeinsam verließen sie Darnassus.

Durch das kahle Geäst einer alten Esche fiel das bleiche Mondlicht auf den Ort, an welchem Lewrim und Tier den RAT DER ELFEN verlassen hatten.

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Re: Der Raum der Zusammenkunft (RP)

Beitrag  Lastrael am So Aug 23 2009, 21:25

Der Raum der Zusammenkunft lag verlassen da. Der Staub zierte in dicken Schichten die Regale, Schränkchen und anderen Möbel. Die lautlosen Schritte der jungen Druidin waren wahrscheinlich die ersten, die seit langem den Raum betraten.
Lastrael musterte den einstig gern besuchten Raum und verzog leicht das Gesicht. "Der Frühjahresputz ist wohl schon etwas her", brummelte sie leise und ging an den gut bepackten Bücherregalen vorbei. Mit dem Finger strich sie über die teilweise schon sehr alten Schriften. Wie lange sie wohl schon so herumstanden?
Eins stand für die Elfe fest. Hier musste übedingt nochmal saubergemacht werden! Sie ging zu einem der Schränkchen und kramte verschiedene Lappen und einen Eimer hervor, den sie mit Wasser füllte. Einen der Lappen tauchte sie ins Wasser und begann nun den Raum zu entstauben. Putzen war nicht gerade eine der Lieblingsdinge von Lastrael, aber was sein musste, musste halt sein. Vielleicht fand sich sogar noch jemand, der ihr half...

[ooc: Ai, ai, ai, wo sind denn alle hin? Wink]

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T.A. Barron, Der Zauber von Avalon- Sieben Sterne und die dunkle Prophezeiung



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